Monolithische Mahnmale
Zeichnungen und Essays zu Bunkern in Hamburg
Zine
13,8 × 19,5 cm
1C-Riso Print
Fachbereich Architektur
HafenCity Universität Hamburg
Wintersemester 2025/26
Johannes Kuhn

In Hamburg gibt es eine große Anzahl an Bunkern und Luftschutzanlagen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, weil Hamburg dank seines großen Hafens und der dort angesiedelten Industrien eine Kriegsrelevante Stadt war. Besonders in den Vierteln in denen viele Arbeiter:innen der relevanten Industrien wohnten und in den bürgerlichen Vierteln wurden Schutzanlagen errichtet. Diese Kriegsarchitektur zu kartografieren und architektonisch zu betrachten war Inhalt des Seminars von Johannes Kuhn im Fachbereich Architektur an der Hafencity Universität Hamburg. Die Besorgung von Grundrissen und Versuche, die Anlagen zu begehen, wurden zum Teil verweigert, da zur Zeit eine Eignungsprüfung einiger dieser Anlagen für eine Ausrichtung des wiedererstarkten Deutschlands auf Krieg durchgeführt wird. Die Gestaltung der Broschüre nimmt Elemente aus den Grundrissen der Anlagen auf und übersetzt sie in aggressive, sich wiederholende Formen. Durch Bilder dieser überwiegend aus der Zeit des deutschen Faschismus stammenden Anlagen, verdeutlicht sie den Umstand, dass »defensive« Architektur nicht etwa Friedensarchitektur ist, sondern der materialisierte, totale Krieg.
There is a great number of bunkers and air-raid shelters from the time of the Second World War in Hamburg, because Hamburg was an important war-related city with its large harbor and key industries. These compounds were built in areas where workers of relevant industries lived and also in bourgeois areas. Mapping and investigating these war architectures was the objective of Johannes Kuhn’s seminar at the Department of Architecture at the Hafencity University Hamburg. Getting floorplans and accessing these structures was being obstructed in some cases, as they are being evaluated for future usability in the wake of Germany’s reappearance as a strong force preparing for war. The design of the brochure picks up bits from floor plans and translates them into aggressive, repetitive forms. Interspersed with imagery from these mostly Nazi-era compounds, it makes obvious the fact that »defensive« architecture isn’t architecture of peace, but the materialization of total war.








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